Am Sonntag, dem 21. Oktober 2012, ist unsere Freundin, Mitstreiterin
und Genossin Lisa-Marie Jatzke, vielen auch unter ihrem Künstlernamen
LMJ bekannt, verstorben. Lisa starb in Folge eines epileptischen Anfalls
auf dem Landesparteitag der sächsischen LINKEN, den sie selbst noch am
Samstagmorgen mit einem eigenen Song und einer Rede eröffnet hat. Wir
sind fassungslos über den plötzlichen Tod von Lisa, die im gesamten
sächsischen Jugendverband bekannt war.
Lisa hatte als
LMJ ihr eigenes Solo-Musikprojekt, und hatte, neben ihren anderen
Auftritten, auch viele Vorstellungen im Jugendverband gegeben. So bleibt
Lisas Neuinterpretation von alten Arbeiterliedern auf dem diesjährigen
Pfingstcamp sicherlich nicht nur für uns unvergessen.
Beruflich
hat Lisa als Sozialassistentin gearbeitet und ihre freie Zeit seit
mehreren Jahren mit großer Leidenschaft in verschiedene politische
Projekte gesteckt.
Sie war über Dresden und Sachsen
hinaus eine beliebte und bekannte Ansprechperson. Seit 2011 war Lisa
gewähltes Mitglied im Beauftragtenrat der linksjugend ['solid] Sachsen
und hat sich in dieser Funktion an ungezählten Projekten des
Jugendverbandes beteiligt. Sie war für uns und viele andere in erster
Linie nicht nur Mitstreiterin und Genossin sondern eine Freundin, die
mit ihrer Lebensfreude und Energie auch immer andere Menschen begeistert
hat.
Lisa hatte einen ansteckenden Humor, war eine
sympathische Polemikerin, begabte Sängerin, engagierte Antifaschistin
und überzeugte und aufrichtige Streiterin gegen Ungerechtigkeit und
Widerwärtigkeiten, insbesondere gegen Rassismus, Antisemitismus,
Sexismus und Homophobie: „Mich widern Sexismus, Nationalismus,
Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und dergleichen einfach nur an und
mein Ziel ist es, gegen diese gesellschaftlich immer noch stark
verankerten Themen vorzugehen – auf einer angemessenen, verständlichen
und jugendbezogenen Ebene.“ - LMJ
Im Jugendverband hat
Lisa neben inhaltlicher und organisatorischer Arbeit auf Stadt- und
Landesebene auch Materialien gelayoutet und Veranstaltungen moderiert.
Gemeinsam mit Lisa zusammenzuarbeiten war für alle von uns schön und
motivierend, denn Lisa hat ihre Ideen nicht aus abstrakter
Pflichterfüllung umgesetzt, sondern weil sie aus sich selbst heraus
dafür gebrannt hat. Von Lisa bleiben uns zahlreiche schöne Erinnerungen,
Bilder, Töne, Werke, Sprüche und Witze, an die wir uns gern erinnern
und erinnern werden, auch wenn es sehr schmerzlich ist. Wir drücken
allen anderen Menschen, die LMJ – so war sie den meisten von uns bekannt
– unser tiefes Mitgefühl und Beileid aus und hoffen, alle können LMJ in
guter Erinnerung behalten.
Lisas Eröffnungssong auf dem Landesparteitag: „Wie zwei Fische“ Online:
http://soundcloud.com/lmj/wie-zwei-fische